EU-Kommission lehnt Zwangsgutscheine ab

EU-Kommission lehnt Zwangsgutscheine ab

Statt einer Erstattung des Flugtickets, bieten Airlines zunehmend lieber einen Voucher über den Flugpreis an und deaktivierten teilweise die direkten Erstattungswege. Seit Wochen wird darüber diskutiert ob die Alternative des Gutscheins nicht zu einer Verpflichtung werden sollte. Die EU-Kommission lehnte nun aber die Idee der Zwangsgutscheine ab, mit der Begründung, dass die EU-Fluggastrechte auch während der Corona-Krise gelten und Gutscheine nicht mit diesem Recht vereinbar wären.

Airlines dürfen ihren Kunden die Erstattung nicht verweigern und kann weiterhin angefordert werden. Die Aufgabe der Airlines laut Kommission ist nun, die "Gutscheine für Verbraucher wirtschaftlich interessant zu machen". Den Betroffenen wird dennoch nahegelegt, die Option des Gutscheines in Betracht zu nehmen, um die Zahlungsfähigkeit der Airlines zu fördern. Geht eine Fluggesellschaft insolvent, erschwert sich der Prozess des Rückerstattungsanspruchs.

Aktuell wird an einer zeitnahen Lösung gearbeitet, um Klarheit bei Kunden und den Airlines zu schaffen. Eine Möglichkeit wäre, laut SPD, staatlich finanzierte Rettungsfonds zu bilden, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums von der Reisebranche wieder gefüllt werden. Dies soll vermeiden, dass die Kosten durch den Steuerzahler getragen werden.

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